Überblick 21. Jahrhundert                                                                              Home        Kontakt     Impressum


10. Juni 2007
"Fährgnügen" in Neu Darchau

 
 

Eine weitere geplante Großbaustelle im Wendland kommt vorläufig nicht zur Ausführung.

 
 

Tanja, die Fähre von Neu Darchau nach Darchau, war an diesem Sonntag gut ausgelastet.
Alljährlich zeigen die Bürger von Neu Darchau und Darchau die Verbundenheit mit "ihrer" Elbfähre durch ein Fest unter dem Titel:
"Fährgnügen". In diesem Jahr hatten sie kurzfristig einen besonderen Grund zum Feiern, denn pünktlich zum Festtermin erklärte das OVG in Lüneburg den Planfeststellungsbeschluss für einen Brückenbau als rechtswidrig zustande gekommen. Damit hatte der Kampf der Neu Darchauer gegen die Brücke zumindest vorerst zu einem vollen Erfolg geführt. Das Planverfahren muss neu aufgerollt werden.

Eine Brücke über diesen Abschnitt der Elbe erscheint vielen wünschenswert, da es zwischen Dömitz und Lauenburg keine Brücke gibt. Da sich der Landkreis Lüneburg über beide Seiten der Elbe erstreckt, fühlen sich die Bürger auf der rechten Seite des Flusses nicht ausreichend integriert. Aber wo auch immer man eine Brücke hinsetzen könnte, würde sie eine schwerwiegende Schädigung der intakten Elbauen bedeuten. Der Landkreis Lüneburg entschied sich zwischen vielen Varianten für eine direkte Linie Darchau (Krs. Lüneburg) - Neu Darchau (Kr. Lüchow Dannenberg) mit Zufahrt über die lange Ortsdurchgangsstraße von Neu Darchau. Das führte zur Gründung einer agilen Bürgerinitiative mit dem Namen "Ja zur Fähre - Nein zur Brücke".

Alle Argumente der BI hätten wohl den Plan nicht umwerfen können.


Ein volles Programm aus Musik- und Tanzdarbietungen, lyrischen und humorvollen Vorträgen begleitete den ganzen Tag das gelungene Dorffest.
 
 

Alfons Bock unterhielt mit lyrischen Versen und Schifffahrtsliedern in engem Bezug zum Elbestrom.
Aber die Planungsbehörde in Lüneburg hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht, das heißt, den betroffenen Landkreis Lüchow-Dannenberg nicht in das Verfahren einbezogen.
Im Großraum ist ja bekannt, dass Lüchow-Dannenberger sich nicht so leicht überrumpeln lassen, wenn sie auch manchmal etwas spät reagieren.
Das Gericht entschied, dass auch ein Erlass der Landesregierung den Landkreis Lüneburg nicht zur alleinigen Planung berechtigte.
Somit konnten die Neu Darchauer am 10. Juni an ihrem Fähranleger feiern, dass ihre Ortsdurchfahrt vorläufig noch von Schwerlastverkehr verschont bleibt und ihr Teil des Elbufers weiterhin ein attraktives Erholungsgebiet auch für Touristen bleibt. Enttäuschten Pendlern empfehlen sie, die Überfahrt mit der Fähre in "neuer Gelassenheit" zu genießen.
 
 

 
     
 


Neu Darchau lädt ein:

 
 

Yachthafen
                 Kutschfahrten
                                 Wanderung durch die Auen

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 


 

 

nach oben    zurück